Posted by Stefan | Posted in Kultur, Semiotik im Alltag, Soziosemiotik, Tagungen, Veranstaltungen | Posted on 22-02-2010
Heute habe ich eine Einladung zur Tagung “Krisenzeichen” an der FH Soest bekommen. Wer sich für angewandte Semiotik und Auswirkungen von Zeichen auf Ökonomie und Gesellschaft interessiert, ist dort richtig. Hier ist die Kurzfassung der Einladung:
Die Tagung ist eine Kooperation der Sektionen »Wirtschaft« und »Soziale Systeme« der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) mit dem Ziel, Wirtschafts-Insider, Gesellschaftstheoretiker und Zeichentheoretiker auf einen gemeinsamen Gegenstand – die aktuelle Wirtschaftskrise – zu fokussieren und mittels eines gemeinsamen Ansatzpunkts– das/die Zeichen – in einen interdisziplinären Diskurs zu bringen.
Im Zentrum der Tagung steht eine Frage, die von einer wissenschaftstheoretischen Kontroverse zu einem massenmedialen Thema geworden ist: Wird die Wirtschaft von Personen – so genannten Leistungsträgern – betrieben, denen dann entsprechende Verantwortung im Erfolgs- UND im Krisenfall zukommt oder müssen wir von systemischen Prozessen ausgehen, denen die Menschen bloß kommentierend zuschauen? Von dieser Frage hängt es nicht nur ab, ob wir überhaupt sinnvoll von Moral, insbesondere von Wirtschaftsethik sprechen können, sondern auch, ob eine pragmatische Semiotik, die auf menschliches Zeichenhandeln abhebt, überhaupt theoretischer und praktischer Ansatzpunkt sein kann.
Ich werde schauen, ob ich vor Ort sein kann.