Markenmonitoring im Web

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Posted by Stefan | Posted in Angewandte Semiotik, Digitale Semiotik, Glaubwürdigkeit, Ping & Pong, Semiotik und Produkte | Posted on 17-02-2010

Die Informationswirte an der FH Köln haben mit ihrem Projekt Markenmonitoring eine gute Grundlage für die semiotische Auswertung von Automarken geschaffen. Sie erklären dazu:

Markenmonitoring ist vor allem für eine Image-Analyse ein wichtiger Bestandteil. Wie auf der Seite Webmonitoring bereits näher erläutert, bedeutet Monitoring erst einmal nicht viel mehr als Beobachten oder Überwachen. Das gilt auch für das Marken Monitoring.

Hier kann beobachtet werden, wie sich das individuelle Image der Marke beim Konsumenten im Internet niederschlägt. Anscheinend beschränken sich die Kölner dabei noch auf die reine Nennung der Marke:

Werden die Nennungen nur „gezählt“ liegt ein rein quantitatives Webmonitoring vor. So wird zum Beispiel erfasst, wie häufig der Name „Angela Merkel“ im Internet erscheint. „Im Internet“ ist dabei natürlich ein sehr allgemeiner Begriff.

So erfahren wir aus dem Markenmonitoring-Blog folgende Top-Platzierung für Dezember 2009:

Leider erfahren wir somit aber eben nichts über mögliche Images der Marken im Internet, wir erhalten also keine semantischen Informationen. Es wird daher zwischen quantitativem und qualitativem Monitoring unterschieden:

Qualitatives Webmonitoring bedeutet, dass die Daten nicht nur in ihrem Umfang erfasst werden, sondern auch bewertet werden. Dies ist deutlich schwieriger mit einer Monitoring Software zu lösen, auch wenn der Trend tatsächlich dahin geht, dass eine Monitoring Software eine Aussage als positiv oder negativ bewerten kann.

Semiotisch interessant wäre es nun, das Ganze mit semantischen Faktoren zu verknüpfen. Dies könnte zur Grundlage einer diskursiven Betrachtung von Marken sein und helfen, Marken noch besser als linguistische Phänomene zu begreifen.

Strom ist gelb, Sprache aber auch

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Posted by Matthäus | Posted in Navigations Semiotik, Ping & Pong, Semiotik im Alltag, Semiotik und Produkte | Posted on 05-10-2009

…zumindest wenn man nach einem Portugiesisch-Wörterbuch in der Mayerschen Buchhandlung sucht. Und es schnell gehen muss. Denn dann sieht die semiotische Orientierungskette wie folgt aus:

1. Nach dem Eingang die Kategorie “Reise/Sprache” auf dem Wegweiser an der Rolltreppe suchen.

2. Rauf ins 4.OG

3. Und dann intuitiv Ausschau halten nach Gelb. Denn wie kaum eine andere Farbe ist diese für mich an Langenscheidts Wörterbücher gekoppelt. Und davon gibt es in der Mayersche einige, die vereinigt aus der linken Ecke wie die Portugiesische Sonne um die Wette strahlen.

Ein schönes Beispiel für gelungene Marken- und(!) Navigationssemiotik. Und nun für zwei Wochen ab in den Urlaub in die gelbe Sonne Portugals…

Radeln als Zeichen

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Posted by Stefan | Posted in Allgemeines, Angewandte Semiotik, Ping & Pong, Semiotik im Alltag, Semiotik und Produkte | Posted on 30-08-2009

Ich saß unlängst im landeshauptstädtlichen Stadtpark unter oder vielmehr in einem Baum, um den heißesten Tag des Sommers weitgehend unklimatisiert zu erleben. Und ebenda geschah es: Ich habe zum ersten Mal Leihfahrräder in Aktion gesehen. Ich meine diese Räder, die man neuerdings in europäischen Großstädten mieten kann und die an den eigentümlichsten Stellen geparkt werden. Wobei mir das System zum Mieten noch nicht ganz klar ist, wie man die Räder nun mietet. Ich finde es immer noch suspekt, irgendetwas via Zahlencode mit meinem Handy zu kaufen. In anderen Ländern macht man sich ebenfalls Gedanken über passende Zahlmethoden.
Komisch jedenfalls, dass ich die Dinger noch nie in Aktion, sondern lediglich vor Bahnhöfen oder Rheinpromenaden abgeschlossen gesehen habe. Bis gerade eben.

Zwei Sachen sind mir dabei aufgefallen:

Erstens: Einerseits habe ich mich gefragt, ob ich das auch schon so schick finde wie die ganzen Lifestylemagazine, die von der grünen Revolution in den Großstädten künden. Denn ehrlichgesagt: Ich finde die Radl eher uncool. Das liegt vor allem an diesem Gewollt-Hollandrad-Style, den die Kombination Rahmen/Speichenschutz so hergibt. In Düsseldorf sind mir derzeit zwei Anbieter bekannt: Der gute alte “Mobilitätspartner” Deutsche Bahn mit Call a Bike und NextBike. Letzterer ist in Düsseldorf auch offiziell mit der Stadt verbandelt. Beide geben sich allerdings wenig, was den ästhetischen Charakter des Fahrrads betrifft.

Mich erinnert das an diese Marotte von Glasreparaturservices für Autoscheiben: Die haben es sich anscheinend zum Markenzeichen gemacht, Sportwagen für Anfänger – meistens ist es ein Audi TT oder ein Opel GT – möglichst dadurch zu entwerten, indem sie überall bemerkenswert hässliche Aufkleber anbringen, so dass man das Gefühl hat, man fahre mit dem Lieferwagen des 24h-Abflussreinigungsservice Hempel. Wobei der Lieferwagen halt ausnahmsweise ein Cabrio mit wenig Kofferraum und viel PS ist.

Genau das ist es, was mir bei dem Konzept der Mieträder noch nicht passt: Alle reden davon, wie schick es sei, mit Rädern durch die Innenstadt zu cruisen. Aber man sieht auf den Rädern aus wie die Fahrradversion vom Lieferwagen der Hempel GmbH. Damit das Konzept rund wird, müssen auch alle sichtbaren äußeren Zeichen das Gleiche sagen, was die Medien sagen, nämlich: Mietfahrradfahren ist schick.

Tja, und das heißt entweder: Keine BASE-Werbung mehr auf dem Speichenschutz – oder eine angemessene Form, durch die Werbung, Kunst, Schicksein und der Speichenschutz Eins werden. Wie das aussehen könnte, kann man als Street Art in Toulouse sehn:

DSCN9444

Zweitens: Das andere, was mir auffiel, war die Tatsache, dass man das Verleihangebot zwar wahrnimmt – aber dass die Hürde, es tatsächlich zu benutzen, immer noch sehr hoch ist. Das liegt vor allem daran, dass es kaum verständliche und wahrnehmbare Kommunikationsanstrengungen gibt, das Angebot für den Großstadtbewohner oder -besucher interessant zu machen:

  • Wie bezahle ich?
  • Wieviel überhaupt?
  • Muss ich längere Zeit Mitglied bleiben wie bei Carsharing?
  • Kann ich das Rad nachts auf dem Weg von Hauptbahnhof nach Hause als Alternative zum Taxi nutzen und dann bei mir in der Nähe einfach abstellen?

Das alles wird leider nicht klar genug kommuniziert.

Würden die Verleiher hier noch prägnantere Zeichen entwickeln, mit denen sie ihr Angebot ins Alltagsbewusstsein der möglichen Kunden rücken können, dann wäre Mietradeln eine echte Bereicherung für die Großstädter. Auch für jene wie mich, die bereits ein Fahrrad besitzen und nutzen. So könnte die Semiotik sogar Umweltschutz befördern, neue Unternehmensideen mitten in der Krise fördern und – natürlich – mal wieder die Welt retten. Toll.

Opple

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Posted by Matthäus | Posted in Ping & Pong | Posted on 02-08-2009

Wie vielleicht der ein oder andere mitbekommen hat, gab es am 28.07 bei otto.de für eine kurze Zeitspanne für unschlagbar günstige 49,95 € das 13″ Apple MacBook PRO  zu kaufen. Und ich muss zugeben, ich war einer der 2565 Besteller. Wie ich nun heute per Post durch OTTO lernen durfte, arbeiten bei OTTO Menschen. “Und Menschen machen Fehler.”

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Was haben Rollcontainer “Pronto”, Öko-Strom, ein Ranzen Trolley Set und ein Apple Mac gemeinsam?

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Posted by Matthäus | Posted in Ping & Pong | Posted on 22-07-2009

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Alle vier gibt es bei www.plus.de. Mal abgesehen von der grafischen Apokalypse in PLUS Geschäften seit der Übernahme durch Netto, konnte ich mich über PLUS eigentlich noch nie beschweren. Und über die sechste Weltreligion Apple darf man das ja sowieso nicht. Und obwohl ich selber noch nie bei plus.de eingekauft habe, und auch niemanden persönlich kenne der das je getan hat, ist das eigentlich eine super Kombination. Denn schließlich wird ein qualitativ hochwertiges und innovatives Produkt einem potentiellen Massenmarkt fernab schillernder, glänzender Flagshipstores zugänglich gemacht. Aus markensemiotischer Sichtweise ergibt sich hierbei eine interessante Situation.

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Ich schau Dir auf Dein Festivalbändchen, Kleines..

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Posted by Stefan | Posted in Digitale Semiotik, Ping & Pong | Posted on 14-07-2009

Diese Woche mitten im Juli beginnt nicht nennenswert mit Zeichen. Eigentlich habe ich in den letzten Tagen vor allem Verkehrszeichen gesehen, als ich mich von Arbeitsplatz zu Supermarkt zu Zuhause bewegt habe. Und ich habe versucht, die Zeichen des Himmels zu deuten. Insbesondere ein gigantischer Cumulonimbus über Düsseldorf-Süd hatte es mir dabei angetan. Was er mir sagen will, habe ich leider nicht herausgefunden. Denn, ich will mich ja nicht beim Wettergott beschweren, aber irgendwie ist Herbstwetter und ich habe schon geplant, einen Ausflug in ein Thermalbad mit Sauna und Massagestrahlern zu machen und an den kommenden Wochenenden vor allem Tee (besser noch: Glühwein) zu trinken und Filme zu schauen.

…ist dabei nicht eigentlich gerade Festival-Hochsaison?

Festivals sind mehr als nur Musikorgien und Dosenfutterexzesse. Festivals sind Zeichen. Das lustige bei Festivals ist ja, dass sie inzwischen auch zu einer Art Zeichensystem aus Marken geworden sind. Darum trägt der eifrige Hardcore-Festivalgänger seine Festivalbändchen auch stolz am Handgelenk, fein aufgereiht, am besten nach Jahren oder Farben sortiert. Denn: Sie sagen etwas über mich aus, ich kann etwas über mich zeigen. Read the rest of this entry »

MeinsMeinsMeins!*

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Posted by Matthäus | Posted in Klang, Ping & Pong | Posted on 07-07-2009

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Letzte Woche führte mich ein berufliches Projekt für eine Woche nach England, genauer gesagt ins beschauliche Woodbridge. Neben den zahlreichen positiven visuellen Eindrücke des Ortes blieb mir jedoch etwas anderes markant in Erinnerung: Möwen. Oder vielmehr ihr Gekrächze. Denn es ist erstaunlich, wie viele Bilder ein spezielles Geräusch auslösen und hervorrufen kann. Und damit verknüpft Erinnerungen und Emotionen. Interessant sind hierbei jedoch nicht meine wilden Sommer-Urlaubserfahrungen, sondern die Übertragbarkeit dieses semiotischen Phänomens auf Sound Design für Marken.

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Ich a.k.a. aki

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Posted by Stefan | Posted in Digitale Semiotik, Ping & Pong | Posted on 30-06-2009

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Man kann ja alles mögliche als bedeutungsschaffend betrachten. In Sprachen entstehen Wortbedeutungen durch Umschreibungen mit anderen Worten oder durch ihren Kontext, in der Mode entsteht persönliche Bedeutung für die Anderen erkennbar durch die Kleidung, die man trägt.

Das blöde bei Datingseiten oder sozialen Netzwerken (was ja eigentlich insgeheim dasselbe ist) ist ja, dass niemand im digitalen Raum Anhaltspunkte darüber bekommt, wie eine andere digitale Begegnung einzuschätzen ist. Außer eben den bekannten Profilfotos, Verlinkungen, “Ichglühhartvor”-Gruppen undsoweiter. Read the rest of this entry »

Der Reiz liegt im Auge des Betrachters

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Posted by Matthäus | Posted in Allgemeines, Ping & Pong | Posted on 23-06-2009

Mit 15 Jahren hatte ich meine erste Brille. Nicht nur habe ich seitdem jeglichen Versuchungen getrotzt meine weiche Welt durch Laseroperationen wieder auf ein scharfes Niveau zu bringen, sondern auch vermutlich 80% aller verfügbaren Brillenmodelle dieser Welt auf meiner Nase ausprobiert. Schwierigkeit eines jeden Besuches beim Optiker war dabei nicht, ein geeignetes Modell für meinen Kopf zu finden, sondern sich vielmehr die Auswahl an favorisierten Modellen zu merken. Dieses Phänomen ist sowohl auf die Einfallslosigkeit der Hersteller als auch auf einige grundlegende semiotische Charakteristika von Brillen zurückzuführen. Read the rest of this entry »

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