Interessantes Projekt: Graffiti Analysis will die Bewegung der Graffiti-Writer dokumentieren. Dazu wurde eine aufwendiges digitales Scan-System und eine eigene Auszeichnungssprache namens GML / Graffiti Markup Language geschaffen.
Bemerkenswert ist allerdings, wie sich hier durch den Klang und die 3D-Präsentation allein die Wahrnehmung von Graffiti als Kulturgut verändert. Die verwendeten Sounds, die an Choräle erinnern, findet man sonst eher in Dokumentationen über das Universum oder das Wunder des Lebens.
Anschauen hier:
Graffiti als Kultur wird hier fast schon transzendiert und aus der schmutzigen Straßenecke herausgeholt (was ja schon längst geschehen ist). Hier allerdings mit ganz simplen auditiven Zeichen.
Posted by Matthäus | Posted in Allgemeines, Klang | Posted on 28-10-2009
Vor kurzem hatten wir hier über die Kraft des Klangs philosophiert. Wer nun einen Ohrwurm hat und mehr wissen will, für den könnte Mitte November in Hamburg der Audio Branding Congress interessant sein.Allerdings würde ich mir bei dem Vortrag von Georg Rabbe, von Klangwerk Brand Acoustics, statt “Wie viel Marke verträgt der Sound?” genau die Umkehrung gewünscht, nämlich “Wie viel Sound verträgt die Marke?”.
Letzte Woche führte mich ein berufliches Projekt für eine Woche nach England, genauer gesagt ins beschauliche Woodbridge. Neben den zahlreichen positiven visuellen Eindrücke des Ortes blieb mir jedoch etwas anderes markant in Erinnerung: Möwen. Oder vielmehr ihr Gekrächze. Denn es ist erstaunlich, wie viele Bilder ein spezielles Geräusch auslösen und hervorrufen kann. Und damit verknüpft Erinnerungen und Emotionen. Interessant sind hierbei jedoch nicht meine wilden Sommer-Urlaubserfahrungen, sondern die Übertragbarkeit dieses semiotischen Phänomens auf Sound Design für Marken.