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	<title>Semionauten &#187; Digitale Semiotik</title>
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	<description>Wir sind Semionauten</description>
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		<title>Die Causa Trigema: Neue Markeneindr&#252;cke via Twitter</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 15:43:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Semiotik]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotik im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotik und Produkte]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotisches Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[Da hat der Herr Grupp von Trigema, der die Marke immer eifrig als den wackeren deutschen Textilhersteller profiliert, ein äußerst kurzes Interview gegeben, in dem er die Twitteruser als Idioten bezeichnet. Und im weiteren Sinne alle Internetuser ebenso. Vielleicht hätte er sich vorher das Internet mal ausdrucken und vorlegen lassen sollen, aber damit hat er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da hat der Herr Grupp von Trigema, der die Marke immer eifrig als den wackeren deutschen Textilhersteller profiliert, ein äußerst kurzes <a href="http://www.innovativ-in.de/blog/2010/05/04/auf-den-punkt-trigema-chef-wolfgang-grupp-zum-web/">Interview</a> gegeben, in dem er die Twitteruser als Idioten bezeichnet. Und im weiteren Sinne alle Internetuser ebenso. Vielleicht hätte er sich vorher das Internet mal ausdrucken und vorlegen lassen sollen, aber damit hat er seiner Marke in jedem Fall geschadet &#8211; selbst wenn das, wie in den Kommentaren geunkt, ein genialer Marketing-Viral-Gag gewesen ist. Schon wollen die ersten ihre Trigemashirts zum Container bringen und drohen mit Boykott. </p>
<p>Ironischerweise hat man beim Burladinger Betrieb die Möglichkeiten des Social Web erkannt und vor gut einem Monat <a href="http://www.facebook.com/TRIGEMA">Facebook</a>- sowie <a href="http://twitter.com/TRIGEMA">Twitter</a>accounts <a href="http://www.openbroadcast.de/artikel/39213/SF-eBusiness-bringt-TRIGEMA-ins-Social-Web.html">an den Start gebracht</a>.</p>
<p>Heute dann hektisches Zurückrudern in einem <a href="http://www.facebook.com/notes/trigema/offener-brief-an-die-social-media-gemeinde/118655511497820">offenen Brief</a>. Was lernen wir durch all diese Zeichen über Trigema als Marke? All das, was wir schon zuvor ahnten, aber nicht wahrhaben wollten: Nämlich, dass mit dieser Marke etwas Piefig-Traditionelles mitschwingt. Dabei hat Trigema <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trigema#Geschichte">früher in den 70ern</a> einmal als Sportartikelhersteller in der Liga von adidas und Puma gespielt. Zur Jahrtausendwende hätte man sich auf alte Qualitäten besinnen und auf den Retro-Zug aufspringen können. Dass es nicht so kam, ist auch ein Zeichen dafür, dass diese Marke im Kern sehr traditionell denkt. </p>
<p>Wenn nun ein Interview – geplant oder ungeplant – diesen Umstand ebenfalls auf einer anderen Ebene bestätigt, passt das nur Konsequent zur Marke. Und damit auch zu den sonstigen Zeichen wie der <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Trigema_Bad_Fredeburg.jpg&amp;filetimestamp=20070814213012">Außengestaltung</a> der Testgeschäfte oder der aktuellen <a href="http://www.trigema.de/shop/specials/kollektionen/swarovski/product/26611/093/S/detail.jsf">Kollektion</a> im Shop. Das ist schon mehr Adler als Adidas.</p>
<p><strong>Wem gehört die Marke?</strong></p>
<p>Doch zurück zur Marke selbst: Die <a href="http://www.manomama.de">Manomama</a> Sina Trinkwalder hat in diesem Durcheinander die alltägliche Funktionsweise der Marke <a href="http://www.manomama.de/blog/2010/05/05/der-arme-herr-grupp/">festgehalten</a>: </p>
<blockquote><p>[…] Liebe Vorstände und Unternehmer 1.0! Eure Kunden werden Teil eures Unternehmens. Sie gestalten sich im Dunstkreis des Sozialen Netzes eure Marke selbst.</p>
</blockquote>
<p>Aber im Gegensatz zur Twitter-Diskussion ist das in Wirklichkeit schon immer so gewesen: Die Marken wurden auch an den Stammtischen und Bushaltestellen und Parkbänken dieser Welt mitgestaltet. Jeder einzelne Eindruck ist ein Zeichen und trägt zum Gesamtbild der Marke bei. Nur, dass nun jeder seine Eindrücke von der Marke im Internet festhalten und weitervermitteln kann, das ist neu. Nicht mehr und nicht weniger.</p>
<p>So long, </p>
<p>Stefan</p>
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		<title>Schöne Schrift-Zeichen bei FontSquirrel</title>
		<link>http://semionauten.de/2010/02/26/schone-schrift-zeichen-bei-fontsquirrel/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 17:53:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Semiotik]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotik und Produkte]]></category>
		<category><![CDATA[Typografie]]></category>

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		<description><![CDATA[FontSquirrel hat schöne Schriften, die kostenlos sind und wirklich typografisch gelungen. Wer also auf der Suche nach schönen Schriften ist (die man übrigens auch kommerziell verwenden darf!), ist beim Eichhörnchen richtig.
Sehr gelungen ist zum Beispiel diese schlanke serifenlose Schrift von Johan Aakerlund:

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.fontsquirrel.com/">FontSquirrel</a> hat schöne Schriften, die kostenlos sind und wirklich typografisch gelungen. Wer also auf der Suche nach schönen Schriften ist (die man übrigens auch kommerziell verwenden darf!), ist beim Eichhörnchen richtig.</p>
<p>Sehr gelungen ist zum Beispiel diese schlanke serifenlose Schrift von <a href="http://www.fontsquirrel.com/foundry/Johan-Aakerlund">Johan Aakerlund</a>:</p>
<p><a href="http://www.fontsquirrel.com/fonts/Comfortaa"><img class="aligncenter size-medium wp-image-239" title="Comfortaa" src="http://semionauten.de/wp-content/uploads/2010/02/Comfortaa_-_presentation-214x300.jpg" alt="Comfortaa" width="214" height="300" /></a></p>
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		<title>Markenmonitoring im Web</title>
		<link>http://semionauten.de/2010/02/17/markenmonitoring-im-web/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 10:52:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angewandte Semiotik]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Semiotik]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ping & Pong]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotik und Produkte]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Informationswirte an der FH Köln haben mit ihrem Projekt Markenmonitoring eine gute Grundlage für die semiotische Auswertung von Automarken geschaffen. Sie erklären dazu:
Markenmonitoring ist vor allem für eine Image-Analyse ein wichtiger Bestandteil. Wie auf der Seite Webmonitoring bereits näher erläutert, bedeutet Monitoring erst einmal nicht viel mehr als Beobachten oder Überwachen. Das gilt auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Informationswirte an der FH Köln haben mit ihrem Projekt <a href="http://www.markenmonitoring.org/blog/markenmonitoring/">Markenmonitoring</a> eine gute Grundlage für die semiotische Auswertung von Automarken geschaffen. Sie erklären dazu:</p>
<blockquote><p>Markenmonitoring ist vor allem für eine Image-Analyse ein wichtiger Bestandteil. Wie auf der Seite Webmonitoring bereits näher erläutert, bedeutet Monitoring erst einmal nicht viel mehr als Beobachten oder Überwachen. Das gilt auch für das Marken Monitoring.</p></blockquote>
<p>Hier kann beobachtet werden, wie sich das individuelle Image der Marke beim Konsumenten im Internet niederschlägt. Anscheinend beschränken sich die Kölner dabei noch auf die <a href="http://www.markenmonitoring.org/blog/webmonitoring/">reine Nennung der Marke</a>:</p>
<blockquote><p>Werden die Nennungen nur „gezählt“ liegt ein rein quantitatives Webmonitoring vor. So wird zum Beispiel erfasst, wie häufig der Name „Angela Merkel“ im Internet erscheint. „Im Internet“ ist dabei natürlich ein sehr allgemeiner Begriff.</p></blockquote>
<p>So erfahren wir aus dem <a href="http://www.markenmonitoring.org/blog/webbarometer-dezember-2009/">Markenmonitoring-Blog</a> folgende Top-Platzierung für Dezember 2009:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.markenmonitoring.org/blog/webbarometer-dezember-2009/"><img class="aligncenter" title="Ranking Dez 09" src="http://www.markenmonitoring.org/blog/wp-content/uploads/2010/01/Dezember09_Top3_small.jpg" alt="" width="400" height="205" /></a></p>
<p>Leider erfahren wir somit aber eben nichts über mögliche Images der Marken im Internet, wir erhalten also keine semantischen Informationen. Es wird daher zwischen <a href="http://www.markenmonitoring.org/blog/webmonitoring/">quantitativem und qualitativem Monitoring unterschieden</a>:</p>
<blockquote><p>Qualitatives Webmonitoring bedeutet, dass die Daten nicht nur in ihrem Umfang erfasst werden, sondern auch bewertet werden. Dies ist deutlich schwieriger mit einer Monitoring Software zu lösen, auch wenn der Trend tatsächlich dahin geht, dass eine Monitoring Software eine Aussage als positiv oder negativ bewerten kann.</p></blockquote>
<p>Semiotisch interessant wäre es nun, das Ganze mit semantischen Faktoren zu verknüpfen. Dies könnte zur Grundlage einer diskursiven Betrachtung von Marken sein und helfen, Marken noch besser als linguistische Phänomene zu begreifen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mauerblümchen</title>
		<link>http://semionauten.de/2009/11/09/mauerblumchen/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 17:10:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthäus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Semiotik]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine schöne Idee auf spiegel.de Idee zum Thema der deutschen Wiedervereinigung: ein historischer Liveticker. Die Faszination zieht die Idee aus zwei Komponenten.
Zum einen der Tatsache, daß es das massentaugliche Internet in dieser Form 1989 noch nicht gegeben hat. Und damit auch nicht diesen Liveticker. Uns blieben damals nur Old-School Radio(!), Fernseher und Telefon um sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine schöne Idee auf <a title="spiegel.de - So fiel die Mauer" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,659773,00.html" target="_blank">spiegel.de</a> Idee zum Thema der deutschen Wiedervereinigung: ein historischer Liveticker. Die Faszination zieht die Idee aus zwei Komponenten.</p>
<p>Zum einen der Tatsache, daß es das massentaugliche Internet in dieser Form 1989 noch nicht gegeben hat. Und damit auch nicht diesen Liveticker. Uns blieben damals nur Old-School Radio(!), Fernseher und Telefon um sich die Informationshappen zusammen zu setzen.</p>
<p>Zum anderen die Platzierung des rekonstruierten Tickers auf einem hochaktuellen, seriösem Medium. Dadurch fühlt sich der Leser nahezu autentisch versetzt in die Dramatik der damaligen historischen Ereignisse. Erst damit gewinnt  der Pseudo-Liveticker die Beschleunigung, Authentizität und Belebung die er braucht um zu wirken. Eine semiotische Huckepack-Taktik quasi.</p>
<p>Semionauten aus Ost und West freuen sich über diese Vereinigung!</p>
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		<title>Ich schau Dir auf Dein Festivalbändchen, Kleines..</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 08:20:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Semiotik]]></category>
		<category><![CDATA[Ping & Pong]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Woche mitten im Juli beginnt nicht nennenswert mit Zeichen. Eigentlich habe ich in den letzten Tagen vor allem Verkehrszeichen gesehen, als ich mich von Arbeitsplatz zu Supermarkt zu Zuhause bewegt habe. Und ich habe versucht, die Zeichen des Himmels zu deuten. Insbesondere ein gigantischer Cumulonimbus über Düsseldorf-Süd hatte es mir dabei angetan. Was er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche mitten im Juli beginnt nicht nennenswert mit Zeichen. Eigentlich habe ich in den letzten Tagen vor allem Verkehrszeichen gesehen, als ich mich von Arbeitsplatz zu Supermarkt zu Zuhause bewegt habe. Und ich habe versucht, die Zeichen des Himmels zu deuten. Insbesondere ein gigantischer <a title="Der Karlsruher Wolkenatlas erklärt uns die Wolken" href="http://www.wolkenatlas.de/wolken/descr.htm">Cumulonimbus</a> über Düsseldorf-Süd hatte es mir dabei angetan. Was er mir sagen will, habe ich leider nicht herausgefunden. Denn, ich will mich ja nicht <a href="http://www.bild.de/BILD/news/2009/07/05/wetter-verrueckt/meteorologen-kuendigen-temperatursturz-an.html">beim Wettergott beschweren</a>, aber irgendwie ist Herbstwetter und ich habe schon geplant, einen Ausflug in ein Thermalbad mit Sauna und Massagestrahlern zu machen und an den kommenden Wochenenden vor allem Tee (besser noch: Glühwein) zu trinken und Filme zu schauen.</p>
<p>…ist dabei nicht eigentlich gerade <a href="http://www.festivalguide.de/festivals/uebersicht/monat/7">Festival-Hochsaison</a>?</p>
<p>Festivals sind mehr als nur Musikorgien und Dosenfutterexzesse. Festivals sind Zeichen. Das lustige bei Festivals ist ja, dass sie inzwischen auch zu einer Art Zeichensystem aus Marken geworden sind. Darum trägt der eifrige Hardcore-Festivalgänger seine Festivalbändchen auch stolz am Handgelenk, fein aufgereiht, am besten nach Jahren oder Farben sortiert. Denn: Sie sagen etwas über mich aus, ich kann etwas über mich zeigen.<span id="more-50"></span></p>
<p>Der geneigte Festivalbändchen-Interpret kann zur Deutung auch sein Hintergrundwissen einbringen: Musikrichtung, Alkoholfaktor, Regionalitäts-Grad, subjektive Brauchbarkeit und WIchtigkeit der Headliner. Und voilà, schon kann man das Gegenüber sehr genau einschätzen, was Musikgeschmack, Szenezugehörigkeit und Partylaune betrifft. Ohne auch nur ein Wort gesprochen zu haben. Dafür hat man aber hervorragende Startvoraussetzungen für ein Gespräch. Immerhin.</p>
<p>Anscheinend hat man <a href="http://www.studivz.net/l/meinefestivals">diesen Zusammenhang beim StudiVZ</a> vor ein paar Wochen (<a href="http://blog.studivz.net/tag/festivals/">Anfang Juni</a>) schon gerochen und in das Netzwerk integriert.</p>
<p><a href="http://semionauten.de/wp-content/beitraege/b1d8788e0e26_10596/image.png"><img style="border-top-width: 0px; display: inline; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" title="StudiVZ Festivalportal" src="http://semionauten.de/wp-content/beitraege/b1d8788e0e26_10596/image_thumb.png" border="0" alt="StudiVZ Festivalportal" width="640" height="400" /></a></p>
<p>Interessanterweise passt das ja zu dem, <a href="http://semionauten.de/2009/06/30/ich-a-k-a-aki/">was ich vor 2 Wochen zu Aka-Aki referiert habe</a>. Denn immerhin werden auf diese Weise bedeutungsgebende Elemente in das siechende VZ integriert. Man muss der Idee zugestehen, dass das ein echter Vorteil gegenüber dem <a href="http://facebook.com">Konkurrenten Facebuch</a> ist. Denn dort gibt es keine so eindeutige grafische Zuordnung von Labels zu einer Person. Und Logos wirken in der digitalen Kommunikation eindeutig stärker als alles andere, da kann man seitens Google bei der <a href="http://www.remixcamp.de/">Remix09</a>-Konferenz noch so sehr betonen, dass <a href="http://www.zaplive.tv/web/remixcamp?streamId=remixcamp%2Fa791c268-e6d0-458b-9f6a-1db198450a19">AdWords auch Markenbedeutung kommunizieren</a> könnten &#8211; Ein Markenlogo sagt nun mal mehr als 1000 AdWords.</p>
<p>Aber ich schweife ab: Auch ein Festival-Logo auf meinem Profil kann mehr über mich verraten als viele blumige oder auch weniger blumige Worte bei “über mich”. Zumindest ist es schnell erfassbar. Und die Besucher meines Profils erfahren konnotativ sehr viel über meine Interessen, Lebensweisen und Vorlieben. (Die Werbepartner von StudiVZ vermutlich auch.) So wie man eben Festivalbändchen interpretieren kann. Welche wiederum die hineininterpretierte Szene interpretieren lassen. Und wozu man auch sofort Vorstellungen parat hat, die das Leben und die Werte eines Szenegängers betreffen. Die Festivalprofile (und auch die Edelprofile) helfen, diese Assoziationskette digital durch ein einfaches bildliches Zeichen in Gang zu setzen und mit dem User zu verknüpfen. Geschickt gelöst!</p>
<p>Wäre das eigentlich ein Fall von <a href="http://semiot.wordpress.com/2008/01/12/unendliche-semiose-assoziationen-und-mythenstruktur/">unendlicher Semiose nach Peirce</a>?</p>
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		<title>Ich a.k.a. aki</title>
		<link>http://semionauten.de/2009/06/30/ich-a-k-a-aki/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 20:18:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Semiotik]]></category>
		<category><![CDATA[Ping & Pong]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>

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		<description><![CDATA[Man kann ja alles mögliche als bedeutungsschaffend betrachten. In Sprachen entstehen Wortbedeutungen durch Umschreibungen mit anderen Worten oder durch ihren Kontext, in der Mode entsteht persönliche Bedeutung für die Anderen erkennbar durch die Kleidung, die man trägt.
Das blöde bei Datingseiten oder sozialen Netzwerken (was ja eigentlich insgeheim dasselbe ist) ist ja, dass niemand im digitalen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann ja alles mögliche als bedeutungsschaffend betrachten. In Sprachen entstehen Wortbedeutungen durch Umschreibungen mit anderen Worten oder durch ihren Kontext, in der Mode entsteht persönliche Bedeutung für die Anderen erkennbar durch die Kleidung, die man trägt.</p>
<p>Das blöde bei Datingseiten oder sozialen Netzwerken (was ja eigentlich insgeheim dasselbe ist) ist ja, dass niemand im digitalen Raum Anhaltspunkte darüber bekommt, wie eine andere digitale Begegnung einzuschätzen ist. Außer eben den bekannten Profilfotos, Verlinkungen, “Ichglühhartvor”-Gruppen undsoweiter.<span id="more-24"></span></p>
<p><a href="http://www.aka-aki.com/">Aka-Aki</a> bringt das Soziale Netzwerke auf eine neue Ebene: Social Tagging würde ich es einmal nennen. Man kann sein Handy mit einer Software ausstatten, die einem bescheid gibt, welche anderen Aka-Aki-User sich im Radius von 20m aufhalten und Informationen über diese Personen bekommen. Und zwar in Form von “Stickern”, die für persönliche Vorlieben oder bevorzugte Marken stehen.</p>
<p>Hervorgegangen ist das Projekt aus einer Diplomarbeit zweier Studierenden der Universität der Künste Berlin. <a href="http://blog.aka-aki.com/?p=43">Die Betaphase von Aka-Aki begann etwa vor 2 Jahren</a>. Damals kannte das Projekt praktisch niemand, die Software war in den Kinderschuhen, und als zeicheninteressierter Semionaut hatte man praktisch keine Chance, mit diesem Projekt in Kontakt zu kommen. Seitdem ist viel passiert, und <a href="http://www.webbyawards.com/webbys/current.php?media_id=127&amp;season=13#mobile_soc">Aka-Aki hat sich beim Webby Award 2009 den Siegertitel in der Kategorie “Social Mobile Media”</a> erkämpft.</p>
<p>Ich lasse jetzt mal den ganzen <a href="http://www.de-bug.de/medien/archives/aka-aki-leute-mit-dem-handy-anklicken.html">Mobil-Tohuwabohu der Idee</a> weg und rede nur davon, was mit den Menschen passiert.</p>
<p>Das Erstaunliche ist nämlich, dass mit diesem “Social Tagging” nichts anderes geschieht als in Bedeutungsprozessen auch: Man gibt sich eine Bedeutung, man stattet sich selbst mit Konnotationen aus. Man kann dazu aus über 200 vorgefertigten Stickern auswählen, z.B. Marken, Gruppenzugehörigkeit, Hobbies, Lieblingsserien, Lieblingsessen etc. Wem das nicht reicht, der kann sich selbst neue Sticker bauen.</p>
<p>Ich habe das mal ausprobiert und einen <a href="http://www.aka-aki.com/stickers/view/Semiotik_und_Zeichen">Sticker für semionautisch Interessierte</a> gebaut (Ja, ich weiß, man kann schönere Namen und Bilder wählen, aber ist erstmal nur ein Test):</p>
<p><a href="http://semionauten.de/wp-content/beitraege/Icha.k.a.aki_10151/image.png"><img style="border-top-width: 0px; display: inline; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" title="image" src="http://semionauten.de/wp-content/beitraege/Icha.k.a.aki_10151/image_thumb.png" border="0" alt="image" width="640" height="373" /></a></p>
<p>Interessanterweise tragen nach nur einem Tag schon 3 Leute diesen Sticker. Und haben nun diese Bedeutung. Wer diesen Leuten auf der Straße begegnet oder wer ihr Profil im Internet besucht, kann nun über die Zusammenstellung der Sticker erfahren, wem er da gerade begegnet ist.</p>
<p>Das kann man nun alles toll finden oder schlimm &#8211; Fakt ist: Dies ist das erste mir bekannte soziale Netzwerk, das endlich mal die Möglichkeiten semiotischer Bedeutungserzeugung ausschöpft!</p>
<p>Menschen werden bei Aka-Aki zu digital erzeugten Bedeutungen. Eine geniale Idee.</p>
<p>Personen (und in der Mobil-Version auch wildfremde Passanten) bekommen über ein System aus Zeichen eine komplexe Bedeutung, mit der man mehr über eine Person und ihren Charakter in Erfahrung bringen kann als über das übliche Profilfoto oder ein paar allgemeine Aussagen über sich. Wir können als soziale Wesen nämlich sehr genau deuten, welche Vorlieben und Abneigungen jemand hat.</p>
<p>Spannend wäre jetzt, tatsächlich mal Personen zu treffen, deren Stickerzusammenstellung meiner gleicht oder die mir sympathisch erscheint. Würde mich mal interessieren, ob ich dadurch mehr erfahre als wenn ich auf der Party Kleidungsstil und die Gesprächsthemen der Bekannten von der Bekannten von nem Bekannten einzuordnen versuche.</p>
<p>Aber dieser Selbstversuch erfordert, dass ich mir auch so ein iTelefon zulege. Das kann soweit noch warten, sonst hätte ich jetzt schon den Sticker mit dem Apfel auf meinem Aka-Aki-Profil kleben.</p>
<p>Solange bin ich noch “Ich a.k.a.* Semionaut S”</p>
<p>*”also known as”</p>
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