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	<title>Semionauten &#187; Angewandte Semiotik</title>
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	<description>Wir sind Semionauten</description>
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		<title>In eigener Sache: Neue Ver&#246;ffentlichung &#8220;Wie Zeichen Produkten eine Pers&#246;nlichkeit geben &#8211; Marken als Zeichenprozesse&#8221;</title>
		<link>http://semionauten.de/2010/05/07/in-eigener-sache-neue-verffentlichung-wie-zeichen-produkten-eine-persnlichkeit-geben-marken-als-zeichenprozesse/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 12:50:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotisches Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Jahr ist nun nicht mehr ganz frisch, der Aptum-Newsletter schon. Aptum, die Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur, ist kürzlich mit der Ausgabe 3/2009 erschienen. Darin findet sich auch mein Beitrag, “Wie Zeichen Produkten eine Persönlichkeit geben: Marken als Zeichenprozess”. Hier der Abstract zum Artikel:
Marken gelten in Zeiten der Globalisierung und der Wirtschaftskrise als wichtiger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jahr ist nun nicht mehr ganz frisch, der Aptum-Newsletter schon. <a href="http://www.hempen-verlag.de/html/aptum">Aptum, die Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur</a>, ist kürzlich mit der Ausgabe 3/2009 erschienen. Darin findet sich auch mein Beitrag, “Wie Zeichen Produkten eine Persönlichkeit geben: Marken als Zeichenprozess”. Hier der Abstract zum Artikel:</p>
<blockquote><p>Marken gelten in Zeiten der Globalisierung und der Wirtschaftskrise als wichtiger Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Aber was macht eine starke Marke aus? </p>
<p>Dieser Beitrag untersucht, wie eine Marke aus kontinuierlichen Kommunikationshandlungen auf verschiedenen Zeichenebenen gebildet wird. Am Praxisbeispiel einer Bekleidungsmarke aus dem Bereich der Jugend-Subkulturen wird gezeigt, wie mit unterschiedlichsten Zeichen auf das Image der Marke beim Konsumenten eingewirkt wird. Dazu werden semiotische Methoden zur Untersuchung von Phonetik, Semantik, Text-Bild-Strukturen und der mythischen Struktur (nach Roland Barthes) genutzt und ausgewertet. </p>
<p>Abschließend werden die Konstruierbarkeit von Marken durch das Management und ihr gesellschaftlicher Einfluss einer kurzen kritischen Betrachtung unterzogen.</p>
</blockquote>
<p>Das Heft gibt es in Univervistätsbibliotheken oder direkt beim <a href="http://www.hempen-verlag.de/">Hempen Verlag</a>. </p>
<blockquote><p><a name="Ueber_Aptum"><b>Über Aptum</b></a></p>
<p><strong><em>Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur</em></strong> wird seit 2005 von Jürgen Schiewe, Greifswald, und Martin Wengeler, Düsseldorf, herausgegeben. Die Zeitschrift hat sich das Ziel gesetzt, Sprachkritik als eine anwendungsbezogene Disziplin in die Sprachwissenschaft zu integrieren. Sie ist ein Diskussionsforum für linguistisch fundierte Sprachkritik und bietet Raum für Stellungnahmen zu Sprachfragen von öffentlichem Interesse.</p>
</blockquote>
<p>Mehr Infos zu Aptum <a href="http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/germ1/mitarbeiter-und-lehrende/prof-dr-martin-wengeler/aptum/">hier</a>. </p>
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		<title>Die Causa Trigema: Neue Markeneindr&#252;cke via Twitter</title>
		<link>http://semionauten.de/2010/05/06/die-causa-trigema-neue-markeneindrcke-via-twitter/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 15:43:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Semiotik]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotik im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotik und Produkte]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotisches Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[Da hat der Herr Grupp von Trigema, der die Marke immer eifrig als den wackeren deutschen Textilhersteller profiliert, ein äußerst kurzes Interview gegeben, in dem er die Twitteruser als Idioten bezeichnet. Und im weiteren Sinne alle Internetuser ebenso. Vielleicht hätte er sich vorher das Internet mal ausdrucken und vorlegen lassen sollen, aber damit hat er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da hat der Herr Grupp von Trigema, der die Marke immer eifrig als den wackeren deutschen Textilhersteller profiliert, ein äußerst kurzes <a href="http://www.innovativ-in.de/blog/2010/05/04/auf-den-punkt-trigema-chef-wolfgang-grupp-zum-web/">Interview</a> gegeben, in dem er die Twitteruser als Idioten bezeichnet. Und im weiteren Sinne alle Internetuser ebenso. Vielleicht hätte er sich vorher das Internet mal ausdrucken und vorlegen lassen sollen, aber damit hat er seiner Marke in jedem Fall geschadet &#8211; selbst wenn das, wie in den Kommentaren geunkt, ein genialer Marketing-Viral-Gag gewesen ist. Schon wollen die ersten ihre Trigemashirts zum Container bringen und drohen mit Boykott. </p>
<p>Ironischerweise hat man beim Burladinger Betrieb die Möglichkeiten des Social Web erkannt und vor gut einem Monat <a href="http://www.facebook.com/TRIGEMA">Facebook</a>- sowie <a href="http://twitter.com/TRIGEMA">Twitter</a>accounts <a href="http://www.openbroadcast.de/artikel/39213/SF-eBusiness-bringt-TRIGEMA-ins-Social-Web.html">an den Start gebracht</a>.</p>
<p>Heute dann hektisches Zurückrudern in einem <a href="http://www.facebook.com/notes/trigema/offener-brief-an-die-social-media-gemeinde/118655511497820">offenen Brief</a>. Was lernen wir durch all diese Zeichen über Trigema als Marke? All das, was wir schon zuvor ahnten, aber nicht wahrhaben wollten: Nämlich, dass mit dieser Marke etwas Piefig-Traditionelles mitschwingt. Dabei hat Trigema <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trigema#Geschichte">früher in den 70ern</a> einmal als Sportartikelhersteller in der Liga von adidas und Puma gespielt. Zur Jahrtausendwende hätte man sich auf alte Qualitäten besinnen und auf den Retro-Zug aufspringen können. Dass es nicht so kam, ist auch ein Zeichen dafür, dass diese Marke im Kern sehr traditionell denkt. </p>
<p>Wenn nun ein Interview – geplant oder ungeplant – diesen Umstand ebenfalls auf einer anderen Ebene bestätigt, passt das nur Konsequent zur Marke. Und damit auch zu den sonstigen Zeichen wie der <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Trigema_Bad_Fredeburg.jpg&amp;filetimestamp=20070814213012">Außengestaltung</a> der Testgeschäfte oder der aktuellen <a href="http://www.trigema.de/shop/specials/kollektionen/swarovski/product/26611/093/S/detail.jsf">Kollektion</a> im Shop. Das ist schon mehr Adler als Adidas.</p>
<p><strong>Wem gehört die Marke?</strong></p>
<p>Doch zurück zur Marke selbst: Die <a href="http://www.manomama.de">Manomama</a> Sina Trinkwalder hat in diesem Durcheinander die alltägliche Funktionsweise der Marke <a href="http://www.manomama.de/blog/2010/05/05/der-arme-herr-grupp/">festgehalten</a>: </p>
<blockquote><p>[…] Liebe Vorstände und Unternehmer 1.0! Eure Kunden werden Teil eures Unternehmens. Sie gestalten sich im Dunstkreis des Sozialen Netzes eure Marke selbst.</p>
</blockquote>
<p>Aber im Gegensatz zur Twitter-Diskussion ist das in Wirklichkeit schon immer so gewesen: Die Marken wurden auch an den Stammtischen und Bushaltestellen und Parkbänken dieser Welt mitgestaltet. Jeder einzelne Eindruck ist ein Zeichen und trägt zum Gesamtbild der Marke bei. Nur, dass nun jeder seine Eindrücke von der Marke im Internet festhalten und weitervermitteln kann, das ist neu. Nicht mehr und nicht weniger.</p>
<p>So long, </p>
<p>Stefan</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zeichen: nicht zu detailreich, nicht zu abstrakt, bitte!</title>
		<link>http://semionauten.de/2010/02/23/zeichen-nicht-zu-detailreich-nicht-zu-abstrakt-bitte/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 13:30:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angewandte Semiotik]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotik im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Soziosemiotik]]></category>
		<category><![CDATA[User Experience]]></category>
		<category><![CDATA[Peirce]]></category>

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		<description><![CDATA[Lukas Mathis erklärt, warum Zeichen in User Interfaces abstrakt bleiben müssen, die Icons für Applikationen hingegen aber detailreich sein dürfen. In dem Artikel &#8220;Realism in UI Design&#8221; zeigt er auf, was passiert, wenn Zeichen zu detailreich oder zu abstrakt sind.
Das folgende Bild illustriert den Gedanken des &#8220;zu viel&#8221; sehr gut:
Das erinnert mich an die klassische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://ignorethecode.net/blog/2010/01/21/realism_in_ui_design/">Lukas Mathis</a> erklärt, warum Zeichen in User Interfaces abstrakt bleiben müssen, die Icons für Applikationen hingegen aber detailreich sein dürfen. In dem <a href="http://ignorethecode.net/blog/2010/01/21/realism_in_ui_design/">Artikel &#8220;Realism in UI Design&#8221;</a> zeigt er auf, was passiert, wenn Zeichen zu detailreich oder zu abstrakt sind.</p>
<p>Das folgende Bild illustriert den Gedanken des &#8220;zu viel&#8221; sehr gut:</p>
<div id="attachment_218" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-218" title="home" src="http://semionauten.de/wp-content/uploads/2010/02/home.png" alt="Quelle: http://ignorethecode.net/blog/2010/01/21/realism_in_ui_design/" width="480" height="200" /><p class="wp-caption-text">Quelle: http://ignorethecode.net/blog/2010/01/21/realism_in_ui_design/</p></div>
<p>Das erinnert mich an die klassische Zeichentheorie; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Sanders_Peirce#Semiotik">Peirce</a> sagte dazu auch etwas. Bei ihm heißen sie Sinzeichen oder Legizeichen. Wikipedia hat dazu ein etwas überfülltes Schaubild, das hierzu nochmal eine Übersicht gibt:<br />
<a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/1/1e/Peirce_Zeichenbegriff.jpg/500px-Peirce_Zeichenbegriff.jpg"><img class="aligncenter" title="Peirce-Zeichenklassen bei Wikipedia" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/1/1e/Peirce_Zeichenbegriff.jpg/500px-Peirce_Zeichenbegriff.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p><strong>Type vs. Token</strong></p>
<p>Im Prinzip haben wir es hier mit dem Konflikt Type vs. Token zu tun: Bildet man ein spezielles Vorkommen ab (Token) oder zeigt man ein Zeichen, das Gesetzmäßigkeiten abbildet (Type) ?</p>
<p>Die Diskurslinguistik (<a href="http://www.linguistik-online.com/28_06/teubert.html">hier Wolfgang Teubert</a>) erklärt das so:</p>
<blockquote><p>Jedesmal wenn eine lexikalische Einheit in einem Korpus vorkommt, können wir dies als die Vorkommen, als ein &#8216;token&#8217; eines &#8216;types&#8217; einer lexikalischen Einheit sehen. <strong>Der &#8216;type&#8217; ist also eine Generalisierung, eine Verallgemeinerung, die aus dem besteht, was allen Vorkommen, allen &#8216;tokens&#8217; gemeinsam ist.</strong></p></blockquote>
<p>Analog dazu erfüllt ein Zeichen mit dem &#8220;richtigen&#8221; Abstraktheitsgrad folgende beide Kriterien:</p>
<ul>
<li>Man kann noch gut erkennen, was es darstellen soll</li>
<li>es bleibt aber gleichzeitig noch allgemein genug, dass man verschiedene Repräsentationen in der Wirklichkeit damit auch trifft</li>
</ul>
<p>Mit diesem Wissen kann man beliebig komplexe Zeichen betrachten, die User Experience Designer machen uns vor, wie es geht.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Semiotische Tagung &#8220;Krisenzeichen&#8221; in Soest</title>
		<link>http://semionauten.de/2010/02/22/semiotische-tagung-krisenzeichen-in-soest/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 16:56:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotik im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Soziosemiotik]]></category>
		<category><![CDATA[Tagungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich eine Einladung zur Tagung &#8220;Krisenzeichen&#8221; an der FH Soest bekommen. Wer sich für angewandte Semiotik und Auswirkungen von Zeichen auf Ökonomie und Gesellschaft interessiert, ist dort richtig. Hier ist die Kurzfassung der Einladung:
Die Tagung ist eine Kooperation der Sektionen »Wirtschaft« und »Soziale Systeme« der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) mit dem Ziel, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich eine Einladung zur <a href="http://krisenzeichen.wordpress.com/">Tagung &#8220;Krisenzeichen&#8221;</a> an der FH Soest bekommen. Wer sich für angewandte Semiotik und Auswirkungen von Zeichen auf Ökonomie und Gesellschaft interessiert, ist dort richtig. Hier ist die Kurzfassung der Einladung:</p>
<blockquote><p>Die Tagung ist eine Kooperation der Sektionen »Wirtschaft« und »Soziale Systeme« der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) mit dem Ziel, Wirtschafts-Insider, Gesellschaftstheoretiker und Zeichentheoretiker auf einen gemeinsamen Gegenstand – die aktuelle Wirtschaftskrise – zu fokussieren und mittels eines gemeinsamen Ansatzpunkts– das/die Zeichen – in einen interdisziplinären Diskurs zu bringen.</p>
<p>Im Zentrum der Tagung steht eine Frage, die von einer wissenschaftstheoretischen Kontroverse zu einem massenmedialen Thema geworden ist: Wird die Wirtschaft von Personen – so genannten Leistungsträgern – betrieben, denen dann entsprechende Verantwortung im Erfolgs- UND im Krisenfall zukommt oder müssen wir von systemischen Prozessen ausgehen, denen die Menschen bloß kommentierend zuschauen? Von dieser Frage hängt es nicht nur ab, ob wir überhaupt sinnvoll von Moral, insbesondere von Wirtschaftsethik sprechen können, sondern auch, ob eine pragmatische Semiotik, die auf menschliches Zeichenhandeln abhebt, überhaupt theoretischer und praktischer Ansatzpunkt sein kann.</p></blockquote>
<p>Ich werde schauen, ob ich vor Ort sein kann.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Markenmonitoring im Web</title>
		<link>http://semionauten.de/2010/02/17/markenmonitoring-im-web/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 10:52:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angewandte Semiotik]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Semiotik]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ping & Pong]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotik und Produkte]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Informationswirte an der FH Köln haben mit ihrem Projekt Markenmonitoring eine gute Grundlage für die semiotische Auswertung von Automarken geschaffen. Sie erklären dazu:
Markenmonitoring ist vor allem für eine Image-Analyse ein wichtiger Bestandteil. Wie auf der Seite Webmonitoring bereits näher erläutert, bedeutet Monitoring erst einmal nicht viel mehr als Beobachten oder Überwachen. Das gilt auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Informationswirte an der FH Köln haben mit ihrem Projekt <a href="http://www.markenmonitoring.org/blog/markenmonitoring/">Markenmonitoring</a> eine gute Grundlage für die semiotische Auswertung von Automarken geschaffen. Sie erklären dazu:</p>
<blockquote><p>Markenmonitoring ist vor allem für eine Image-Analyse ein wichtiger Bestandteil. Wie auf der Seite Webmonitoring bereits näher erläutert, bedeutet Monitoring erst einmal nicht viel mehr als Beobachten oder Überwachen. Das gilt auch für das Marken Monitoring.</p></blockquote>
<p>Hier kann beobachtet werden, wie sich das individuelle Image der Marke beim Konsumenten im Internet niederschlägt. Anscheinend beschränken sich die Kölner dabei noch auf die <a href="http://www.markenmonitoring.org/blog/webmonitoring/">reine Nennung der Marke</a>:</p>
<blockquote><p>Werden die Nennungen nur „gezählt“ liegt ein rein quantitatives Webmonitoring vor. So wird zum Beispiel erfasst, wie häufig der Name „Angela Merkel“ im Internet erscheint. „Im Internet“ ist dabei natürlich ein sehr allgemeiner Begriff.</p></blockquote>
<p>So erfahren wir aus dem <a href="http://www.markenmonitoring.org/blog/webbarometer-dezember-2009/">Markenmonitoring-Blog</a> folgende Top-Platzierung für Dezember 2009:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.markenmonitoring.org/blog/webbarometer-dezember-2009/"><img class="aligncenter" title="Ranking Dez 09" src="http://www.markenmonitoring.org/blog/wp-content/uploads/2010/01/Dezember09_Top3_small.jpg" alt="" width="400" height="205" /></a></p>
<p>Leider erfahren wir somit aber eben nichts über mögliche Images der Marken im Internet, wir erhalten also keine semantischen Informationen. Es wird daher zwischen <a href="http://www.markenmonitoring.org/blog/webmonitoring/">quantitativem und qualitativem Monitoring unterschieden</a>:</p>
<blockquote><p>Qualitatives Webmonitoring bedeutet, dass die Daten nicht nur in ihrem Umfang erfasst werden, sondern auch bewertet werden. Dies ist deutlich schwieriger mit einer Monitoring Software zu lösen, auch wenn der Trend tatsächlich dahin geht, dass eine Monitoring Software eine Aussage als positiv oder negativ bewerten kann.</p></blockquote>
<p>Semiotisch interessant wäre es nun, das Ganze mit semantischen Faktoren zu verknüpfen. Dies könnte zur Grundlage einer diskursiven Betrachtung von Marken sein und helfen, Marken noch besser als linguistische Phänomene zu begreifen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie man das Verantwortungsbewusstsein seiner Marke zeigt</title>
		<link>http://semionauten.de/2009/12/23/wie-man-das-verantwortungsbewusstsein-seiner-marke-zeigt/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 14:51:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotik und Produkte]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotisches Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Corporate Responsability&#8221; nennt man sowas, glaube ich: Verantwortung als Unternehmen zu zeigen. Der kanadische Mayonnaise-Hersteller Hellmann&#8217;s macht das sehr geschickt: Er zeigt die Werte des Unternehmens in einem Video, in dem uns am Beispiel Kanadas vorgeführt wird, wie sehr unser Nahrungsmittelkonsum inzwischen auf Importen basiert, und wie unsere lokale Nahrungsmittelversorgung dadurch beeinflusst wird.
Dabei tritt Hellmann&#8217;s [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Corporate Responsability&#8221; nennt man sowas, glaube ich: Verantwortung als Unternehmen zu zeigen. Der kanadische <a href="http://www.hellmanns.com/">Mayonnaise-Hersteller Hellmann&#8217;s</a> macht das sehr geschickt: Er zeigt die Werte des Unternehmens in einem Video, in dem uns am Beispiel Kanadas vorgeführt wird, wie sehr unser Nahrungsmittelkonsum inzwischen auf Importen basiert, und wie unsere lokale Nahrungsmittelversorgung dadurch beeinflusst wird.</p>
<p>Dabei tritt Hellmann&#8217;s als offensichtlich verantwortungsbewusster &#8220;Sponsor&#8221; im Hintergrund auf, der uns zeigt, was schief läuft. Wobei die Kampagne &#8220;<a href="http://www.eatrealeatlocal.ca/latesttalk/">Eat real, eat local</a>&#8221; angenehm ohne den drohenden Zeigefinger auskommt, und auch noch gut gemacht ist. Vorbildlich.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="230" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5477517&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="230" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5477517&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Ich frage mich, wann endlich Umweltorganisationen oder deutsche Firmen aus der Ökobranche darauf kommen, eine knackige und <a href="http://www.traumkrieger.de/virtualwater/">schöne Aufbereitung</a> von ökologischen und sozialkritischen Themen zu sponsern &#8211; und damit etwas über Ihre eigene Attitüde zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit sagen.</p>
<p>Dabei ist es eigentlich ganz einfach:</p>
<ol>
<li>Finde ein Thema, das für dich als Hersteller wichtig oder sogar ein Problem ist (z.B. dein sinkender Absatz als lokaler Hersteller und die ausländische Konkurrenz)</li>
<li>Frage Dich, was die Gründe für dein Problem sind</li>
<li>Jetzt wird es kniffelig: Prangere nicht an, aber zeige neutral, was geschehen ist, was die Folgen sind.<br />
Das hängt sehr mit der eigenen Tonality im Unternehmen zusammen. Wichtig ist, dass deine Kommunikation die gleiche Sprache spricht wie das sonstige Verhalten deiner Firma, sonst glaubt man dir nicht!</li>
<li>Zeige einen Weg auf, was jeder einzelne tun kann</li>
<li>Verpacke das ganze in ein stimmiges Medium, also ein Zeichen. Das kann ein Video sein, ein Sponsoring oder ein Projekt.<br />
Es gibt auch sehr fragwürdige Projekte, wie etwa das <a href="http://www.kik-textilien.com/de/ueber-kik/verantwortung/bangladesch/traditionelle-flickenteppiche/">Flickenteppich-Projekt von KIK</a> &#8211; aber das nimmt man dem Laden einfach nicht ab. Ich jedenfalls nicht.</li>
</ol>
<p>Über Kommentare zu weiteren gut gemachten Kampagnen aus dem Bereich &#8220;corporate responsibility&#8221; würde ich mich freuen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Parteien als Markenversprechen</title>
		<link>http://semionauten.de/2009/11/16/parteien-als-markenversprechen/</link>
		<comments>http://semionauten.de/2009/11/16/parteien-als-markenversprechen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 06:13:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotik im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotisches Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachtrag zur Bundestagswahl: Knut Volkenand von der Charismakurve prüft, ob Parteien als Marken ihrem Versprechen nachkommen &#8211; und kommt zu interessanten Ergebnissen. Zwar ist die Wahl jetzt schon ein wenig länger her, aber das Grundproblem bleibt bestehen: Für welche Bedeutung stehen die Parteien? Er reduziert die Bedeutung auf Begriffe, für die die Parteien derzeit stehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachtrag zur <a href="http://semionauten.de/2009/08/22/die-zeichen-der-wahlplakate/">Bundestagswahl</a>: Knut Volkenand von der Charismakurve prüft, ob <a href="http://www.charismakurve.de/2009/channel_volkenand_090923.php">Parteien als Marken</a> ihrem Versprechen nachkommen &#8211; und kommt zu interessanten Ergebnissen. Zwar ist die Wahl jetzt schon ein wenig länger her, aber das Grundproblem bleibt bestehen: Für welche Bedeutung stehen die Parteien? Er reduziert die Bedeutung auf Begriffe, für die die Parteien derzeit stehen. Das sieht so aus:</p>
<blockquote><p>Dampfen wir doch einfach mal ein (lange Rede, kurzer Sinn) und tun so, als ob wir nur einen Begriff pro Partei zur Verfügung hätten.</p>
<p>Das ist einfach bei der FDP: Geld.<br />
Mehr Geld und Achtung für die Besserverdienenden. Bei der Linken: Rache<br />
Bestrafung der Besserverdienenden.</p>
<p>Bei den Grünen: Gutes Gewissen.<br />
Das verdiente Gefühl, bei den Besseren zu sein.</p>
<p>Bei der CDU: Sicherheit<br />
Mit uns verdienst Du, dass es noch immer gut gegangen ist.</p>
<p>Bis hier sind das alles ganz honorige Verheißungen die auf virulente Bedürfnisse treffen.</p>
<p>Aber bei der SPD? Was verheißt man da heute?</p></blockquote>
<p>Tja, gute Frage. Vielleicht hat <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-11/spd-parteitag-gabriel">der neue Vorsitzende</a> ja eine <a href="http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentar-politik/kommentar-zu-sigmar-gabriel-starker-start;2483954">passende</a> Antwort gefunden, man wird sehen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Microsoft made my heart go boom. Ein Lehrst&#252;ck &#252;ber Viral Marketing</title>
		<link>http://semionauten.de/2009/11/13/microsoft-made-my-heart-go-boom-ein-lehrstck-ber-viral-marketing/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 22:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotik im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotik und Produkte]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotisches Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing mal anders]]></category>
		<category><![CDATA[Viral Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[
Kurzzeitig war ich in Microsoft verliebt. Ja, zarte Gefühle ehrlicher Zuneigung zum Softwareriesen, ein ehrlicher Enthusiasmus, man könnte sagen: MSN-Schmetterlinge in meinem Bauch.
So funktioniert Viral Marketing
Wie wir aus dem Viral Marketing lernen können, ist es so, dass sich Menschen am liebsten Geschichten weitererzählen, die 3 Kriterien erfüllen:

Eine gute Geschichte erzeugt eine intensive Emotion, sei sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Foto von Flickr-User viZZZual.com" href="http://www.flickr.com/photos/vizzzual-dot-com/2215856677/"><img style="border-top-width: 0px; display: inline; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" title="Foto von Flickr-User viZZZual.com" src="http://semionauten.de/wp-content/beitraege/Microsoftmademyheartgoboom_147D5/image.png" border="0" alt="Foto von Flickr-User viZZZual.com" width="579" height="435" /></a></p>
<p>Kurzzeitig war ich in Microsoft verliebt. Ja, zarte Gefühle ehrlicher Zuneigung zum Softwareriesen, ein ehrlicher Enthusiasmus, man könnte sagen: MSN-Schmetterlinge in meinem Bauch.</p>
<h2>So funktioniert Viral Marketing</h2>
<p>Wie wir <a href="http://www.fastcompany.com/magazine/135/made-to-stick-getting-your-ideas-to-fly.html">aus dem Viral Marketing lernen</a> können, ist es so, dass sich Menschen am liebsten Geschichten weitererzählen, die 3 Kriterien erfüllen:</p>
<ol>
<li>Eine gute Geschichte erzeugt eine intensive Emotion, sei sie nun positiv oder negativ. Je intensiver, desto besser.</li>
<li>Derjenige, der die Story erzählt, will Dir damit einen Gefallen tun, Dir helfen oder Dich vor Ungemach bewahren.</li>
<li>Schließlich den Trigger, der die Menschen im Alltag an die Erzählung erinnert, so dass sie sie unmittelbar in Erinnerung rufen und erzählen.</li>
</ol>
<p>Das alles erfüllen <a href="http://www.snopes.com/">Urban Legends</a> über alle Maßen gut. Im <a href="http://www.fastcompany.com/magazine/135/made-to-stick-getting-your-ideas-to-fly.html">zitierten Artikel</a> geht die Legende so:</p>
<blockquote><p>The police have issued this warning: &#8220;If you are driving after dark and see an oncoming car with no headlights on, DO NOT FLASH YOUR LIGHTS AT THEM!&#8221; Why? Because the no-headlights car is being driven by a gang member, and as part of an initiation rite, the first person who flashes him will be hunted down and killed.</p></blockquote>
<p>Hier sind alle Kriterien von oben erfüllt, aber auch der Flurfunk kann das, wenngleich viel subtiler.</p>
<h2>Die Vorfreuden des jungen Werther</h2>
<p>Von verschiedenen Leuten ereilte mich plötzlich die Botschaft, dass man <a href="http://www.bild.de/BILD/digital/computer/2009/09/18/windows-7/studenten-bekommen-microsoft-betriebssystem-kostenlos.html">Windows 7 kostenlos</a> bekommt, wenn man an einer <a href="http://www.msdnaa.net/search/SchoolSearchIntl.aspx">teilnehmenden Hochschule</a> eingeschrieben ist. Das trifft für mich derzeit zu. Huch? Hat da endlich jemand verstanden, wie man sich bei der gebührengebeutelten Studiseele sympathisch und authentisch im Gedächtnis verankert?</p>
<p>Was ich zunächst nicht glauben konnte, wurde mir aus erster Kommilitonenhand bestätigt: Man bezahlt 5€ Bearbeitungsgebühr und bekommt dann eine Lizenz und einen Download für Windows 7. Wow.</p>
<p>Die Kriterien waren auch erfüllt:</p>
<ol>
<li>Dass mir jemand sein neuestes Betriebssystem schenken will, ist natürlich positiv und Grund zur Freude</li>
<li>Studenten erzählen sich das untereinander, weil man die Anderen auch von diesem unglaublichen Vorteil wissen lassen will. Und zwar egal, ob man nun mit einem Physiker, einer Juristin oder einem Sozialpädagogen befreundet ist.</li>
<li>Der Trigger dafür ist überall, wo ein Bildschirm und eine Tastatur sind. Also inzwischen fast überall.</li>
</ol>
<p>Es ist erstaunlich, wie viel unter Studenten (und auch Studentinnen!) darüber gesprochen wird, sich tatsächlich Windows7 zu installieren und sich gut dabei zu fühlen. Auch ich habe in diesem Moment meinem zögerlichen Streben abgeschworen, in Zukunft zur <a href="http://www.apple.com/de/macbook/">Konkurrenz</a> abzuwandern.</p>
<h2>Das jähe Ende einer kurzen Romanze</h2>
<p>Nach all diesen hoffnungsvollen amourösen Zuneigungsbekundungen aus zweiter Hand war der Zettel an der Tür des Rechenzentrums das jähe Ende der aufblühenden Liebschaft:</p>
<blockquote><p>“Das Programm gilt nur für Studierende der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.”</p></blockquote>
<p>Oh, das ist hart. Warum denn das? Meine erste Reaktion war Enttäuschung und Frustration: Da höre ich etwas Erfreuliches aus unerwarteter Ecke, nehme den Umweg ins entlegene Rechenzentrum in Kauf, habe eine Vorfreude darauf, das neue Windows 7 auszutesten, von dem ich so viel Gutes gehört habe. Und dann schlägt mir der Konzern meine Mühen um die Ohren und sagt mir, dass man als Studierender der Sozialwissenschaften oder der philosophischen Fakultät nicht zum erlauchten Kreis dazugehört?</p>
<h2>Jede Kommunikation zeigt uns etwas über die Attitüde einer Marke</h2>
<p>Meine zweite Reaktion war eher pragmatisch: Was lernen wir daraus über Microsoft als Firma?</p>
<p>Wir sehen einerseits, dass Apple in seinen I’m a Mac-Spots die Wunde Stelle von Microsofts Markenpersönlichkeit gefunden hat und sich daraus immer wieder einen Spaß macht:</p>
<div id="scid:5737277B-5D6D-4f48-ABFC-DD9C333F4C5D:463a0010-654b-4733-bd2b-1edc0df4c336" class="wlWriterEditableSmartContent" style="padding-right: 0px; display: inline; padding-left: 0px; float: none; padding-bottom: 0px; margin: 0px; padding-top: 0px">
<div><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/C5z0Ia5jDt4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;hl=en" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://www.youtube.com/v/C5z0Ia5jDt4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;hl=en"></embed></object></div>
</div>
<p>Darüber habe ich <a href="http://mythos-magazin.de/ideologieforschung/sb_feindbildmechanismen.htm">in anderer Form schon mal ausführlicher</a> geschrieben.</p>
<p>Andererseits sehen wir, dass Microsoft sich immer wieder <a href="http://www.werbeblogger.de/2008/09/12/gates-seinfeld-die-wannabequarterbacks/">verzweifelt</a> <a href="http://praegnanz.de/weblog/das-microsoft-community-get-together-und-ich">bemüht</a>, in den <a href="http://www.microsoft.com/germany/expression/">kreativ-schöpferischen Bereich vorzustoßen</a> und dort ernstgenommen zu werden.</p>
<p>Ich hatte vor dem vernichtenden NEIN auf dem Zettel an der Tür das Gefühl, dass Microsoft endlich einen passenden Weg gefunden hat, diese Gruppe anzusprechen. Es wäre nicht glaubwürdig gewesen, an Designhochschulen zu gehen und Windows zu verschenken, und genausowenig ist es glaubwürdig, Windows 7 nur an Studierende der Naturwissenschaften auszugeben. Es an alle Studierenden auszugeben, das wäre insofern glaubwürdig gewesen, weil Microsoft als mächtiger Konzern wahrgenommen wird, der auch im Leben der Word-benutzenden Romanistikstudentin eine Rolle spielt und in der Welt der diagrammerstellenden BWL-Studenten.</p>
<p>Und nein, das war kein großzügiger, kulanter Typ im T-Shirt, der sagt: “Ja, mir ist egal, ob Du später mal ein Medien-Typ wirst oder ein Zahlenjongleur in einer Bank oder ein Nerd in einem Chemielabor. Hauptsache ist: Ich will, dass du dich mit meinem Produkt anfreundest und es auch später benutzt, weil du es genau damals, am Ende deiner Studienzeit, ins Herz geschlossen hast und es sich richtig anfühlte.”</p>
<p>Nein, wer da auf dem Zettel zu mir sprach, war vielmehr jemand im beigefarbenen Anzug mit einem Ordner von Excel-Tabellen unter dem Arm, der vorher genau nachgerechnet hat, der Menschen in eine Schublade gesteckt hat und nicht konsequent für alle da sein will. Der mir sagt: “Wichtig ist, dass du was mit Zahlen machst, denn das ist das einzige, worin ich auch sicher bin, die anderen können ohnehin nichts mit Computern anfangen. Und ich mit dir irgendwie auch nichts.”</p>
<h2>Wie eine Marke ihr Potential durch falsche Zeichen einschränkt</h2>
<p>Was der Werbeblogger schon zu den traurigen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rIjNJZpRtj8">Spots</a> <a href="http://www.werbeblogger.de/2008/09/12/gates-seinfeld-die-wannabequarterbacks/">festgestellt</a> hat, gilt somit auch hier für die beschriebenen impliziten Zeichen der Marke:</p>
<blockquote><p>Diese Spots repräsentieren nicht im mindesten das, was in der Marke Microsoft wirklich steckt.</p></blockquote>
<p>MS sollte sich das Geld für <a href="http://blog.minipirat.de/satyra/satire-4609-megawoosh-virales-marketing-fur-microsoft-mit-bruno-kammerls">kurzfristige Imagekampagnen</a> sparen und einmal zeigen, dass Markentreue zu Microsoft sich konsequent positiv auswirkt. Nämlich, indem sie zum Gespräch auf dem Campus wird. Man stelle sich das vor: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich-Heine-Universit%C3%A4t_D%C3%BCsseldorf">16.055 Menschen</a> werden allein in einer Stadt zu Multiplikatoren eines positiven Markengefühls! Und das langfristig, auch in den ach-so-hippen Medienbereichen oder dort, wo die ganzen <a href="http://www.computerworld.ch/aktuell/news/49703/">Windows-Mobile-Nutzer zum iPhone abwandern</a> oder <a href="http://daringfireball.net/2009/07/microsofts_long_slow_decline">gerne Geld für ihre Rechner ausgeben</a>.</p>
<p>Blöd nur, dass sich der Trigger nun für mich gewandelt hat und Windows7 für mich immer mit einer Enttäuschungserfahrung verknüpft sein wird.</p>
<p>Tja, es war schön mit Dir, Microsoft. Möglicherweise bekommt Dein Windows noch auf einem anderen Weg eine Chance, auf meinem Rechner Einlass zu bekommen. Aber es wird wohl doch bei einer Zweckbeziehung bleiben mit uns zweien. Bis ich jemand besseren gefunden habe. Ich hab da schon jemanden im Auge.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Radeln als Zeichen</title>
		<link>http://semionauten.de/2009/08/30/radeln-als-zeichen/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 10:24:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Angewandte Semiotik]]></category>
		<category><![CDATA[Ping & Pong]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotik im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Semiotik und Produkte]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich saß unlängst im landeshauptstädtlichen Stadtpark unter oder vielmehr in einem Baum, um den heißesten Tag des Sommers weitgehend unklimatisiert zu erleben. Und ebenda geschah es: Ich habe zum ersten Mal Leihfahrräder in Aktion gesehen. Ich meine diese Räder, die man neuerdings in europäischen Großstädten mieten kann und die an den eigentümlichsten Stellen geparkt werden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich saß unlängst im landeshauptstädtlichen Stadtpark unter oder vielmehr in einem Baum, um den heißesten Tag des Sommers weitgehend unklimatisiert zu erleben. Und ebenda geschah es: Ich habe zum ersten Mal Leihfahrräder in Aktion gesehen. Ich meine diese Räder, die man neuerdings in europäischen Großstädten mieten kann und die an den eigentümlichsten Stellen geparkt werden. Wobei mir das System zum Mieten noch nicht ganz klar ist, wie man die Räder nun mietet. Ich finde es immer noch suspekt, irgendetwas via Zahlencode mit meinem Handy zu kaufen. In anderen Ländern macht man sich ebenfalls <a href="http://www.londoncyclist.co.uk/news/bike-hire-scheme/">Gedanken über passende Zahlmethoden</a>.<br />
Komisch jedenfalls, dass ich die Dinger noch nie in Aktion, sondern lediglich vor Bahnhöfen oder Rheinpromenaden abgeschlossen gesehen habe. Bis gerade eben.</p>
<p>Zwei Sachen sind mir dabei aufgefallen:</p>
<p><strong>Erstens</strong>: Einerseits habe ich mich gefragt, ob ich das auch schon so schick finde wie die ganzen Lifestylemagazine, die von der grünen Revolution in den Großstädten künden. Denn ehrlichgesagt: Ich finde die Radl eher uncool. Das liegt vor allem an diesem Gewollt-Hollandrad-Style, den die Kombination Rahmen/Speichenschutz so hergibt. In Düsseldorf sind mir derzeit <a href="http://www.mobil-in-d.net/UNIQ125292426612479/doc281B.html">zwei Anbieter</a> bekannt: Der gute alte &#8220;Mobilitätspartner&#8221; Deutsche Bahn mit <a href="http://www.callabike-interaktiv.de/kundenbuchung/">Call a Bike</a> und <a href="http://nextbike.de">NextBike</a>. Letzterer ist in Düsseldorf auch offiziell mit der <a href="http://www.duesseldorf.de/verkehrsmanagement/aktuelles/fahrradmieten.shtml">Stadt</a> verbandelt. Beide geben sich allerdings wenig, was den ästhetischen Charakter des Fahrrads betrifft.</p>
<p>Mich erinnert das an diese Marotte von Glasreparaturservices für Autoscheiben: Die haben es sich anscheinend zum Markenzeichen gemacht, Sportwagen für Anfänger &#8211; meistens ist es ein Audi TT oder ein Opel GT &#8211; möglichst dadurch zu entwerten, indem sie überall bemerkenswert hässliche Aufkleber anbringen, so dass man das Gefühl hat, man fahre mit dem Lieferwagen des 24h-Abflussreinigungsservice Hempel. Wobei der Lieferwagen halt ausnahmsweise ein Cabrio mit wenig Kofferraum und viel PS ist.</p>
<p>Genau das ist es, was mir bei dem Konzept der Mieträder noch nicht passt: Alle reden davon, wie schick es sei, mit Rädern durch die Innenstadt zu cruisen. Aber man sieht auf den Rädern aus wie die Fahrradversion vom Lieferwagen der Hempel GmbH. Damit das Konzept rund wird, müssen auch alle sichtbaren äußeren Zeichen das Gleiche sagen, was die Medien sagen, nämlich: Mietfahrradfahren ist schick.</p>
<p style="text-align: left;">Tja, und das heißt entweder: Keine BASE-Werbung mehr auf dem Speichenschutz &#8211; oder eine angemessene Form, durch die Werbung, Kunst, Schicksein und der Speichenschutz Eins werden. Wie das aussehen könnte, kann man als Street Art in Toulouse sehn:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="DSCN9444" src="http://semionauten.de/wp-content/uploads/2009/08/DSCN9444-550x412.jpg" alt="DSCN9444" width="550" height="412" /></p>
<p><strong>Zweitens</strong>: Das andere, was mir auffiel, war die Tatsache, dass man das Verleihangebot zwar wahrnimmt &#8211; aber dass die Hürde, es tatsächlich zu benutzen, immer noch sehr hoch ist. Das liegt vor allem daran, dass es kaum verständliche und wahrnehmbare Kommunikationsanstrengungen gibt, das Angebot für den Großstadtbewohner oder -besucher interessant zu machen:</p>
<ul>
<li>Wie bezahle ich?</li>
<li>Wieviel überhaupt?</li>
<li> Muss ich längere Zeit Mitglied bleiben wie bei Carsharing?</li>
<li>Kann ich das Rad nachts auf dem Weg von Hauptbahnhof nach Hause als Alternative zum Taxi nutzen und dann bei mir in der Nähe einfach abstellen?</li>
</ul>
<p>Das alles wird leider nicht klar genug kommuniziert.</p>
<p>Würden die Verleiher hier noch prägnantere Zeichen entwickeln, mit denen sie ihr Angebot ins Alltagsbewusstsein der möglichen Kunden rücken können, dann wäre Mietradeln eine echte Bereicherung für die Großstädter. Auch für jene wie mich, die bereits ein Fahrrad besitzen und nutzen. So könnte die Semiotik sogar Umweltschutz befördern, neue Unternehmensideen mitten in der Krise fördern und &#8211; natürlich &#8211; mal wieder die Welt retten. Toll.</p>
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