Posted by Stefan | Posted in Allgemeines | Posted on 19-04-2010
Wir haben hier bereits schon mal über die Wirkung von Online-Werbeformen berichtet. Das Thema läuft mir immer häufiger über den Weg. Zuletzt beim Interview mit dem Mundpropaganda-Experten Martin Oetting, der auf einen Malerbetrieb aus Karlsruhe verwiesen hat. In seinem Blog beschreibt Werner Deck sehr schön, wie der Gedankengang beim “Dekodieren” der nonverbalen Botschaft dieser Werbung ist und beschreibt in einem offenen Brief auch die Wirkung auf die Marke Nivea sehr anschaulich:
Das ist in etwa so, als würde mir beim normalen Zeitungslesen ständig jemand sein Werbeplakat vor die Nase halten und mich daran hindern, den Zeitungstext unbehelligt zu lesen und sich dabei gleichzeitig einbilden, mich durch eine derartig skandalöse Belästigung als Kunde zu gewinnen. Wer will denn so behandelt werden? Ich jedenfalls nie und nimmer.
Sie liefern mir mit Ihrer dümmlichen und ärgerlichen Werbung jede Menge Gründe, niemals mehr Ihre Produkte zu verwenden.
Wenn man die Publikationen des Online-Vermarkterkreises liest, erfährt man, dass “aufmerksamkeitsstarke” Werbung besonders gefragt sei. Ob man bei den angesprochenen Formaten Video, Layer-Ads etc nicht am Ende vielleicht doch der Marke schadet, scheint in der Werbebegeisterung unterzugehen.
Eine ähnliche Diskussion gab es vor Kurzem auch bei Spiegel Online zu deren Werbeformen, der eigentliche Artikel, der die Leser fragte, “Wann schalten Sie Ihren Werbeblocker ab?”, wurde geradezu abgestraft. Richtig so!
Außerdem konnte man auf Spiegel online lernen, wie man Social Media nicht einsetzt: Nestle hat sich anscheinend noch nie Gedanken über die Wirkung des eigenen Umgangs mit Problemen in Social Media gemacht. Und nun offenbar die Kitkat-Fanseite gelöscht. Aber das ist wieder ein anderes Thema.
Wem geht es noch ähnlich, dass die schon Werbeform allein einen vergrault hat?