Schöne Schrift-Zeichen bei FontSquirrel

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Posted by Stefan | Posted in Digitale Semiotik, Semiotik und Produkte, Typografie | Posted on 26-02-2010

FontSquirrel hat schöne Schriften, die kostenlos sind und wirklich typografisch gelungen. Wer also auf der Suche nach schönen Schriften ist (die man übrigens auch kommerziell verwenden darf!), ist beim Eichhörnchen richtig.

Sehr gelungen ist zum Beispiel diese schlanke serifenlose Schrift von Johan Aakerlund:

Comfortaa

Zeichen: nicht zu detailreich, nicht zu abstrakt, bitte!

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Posted by Stefan | Posted in Angewandte Semiotik, Glaubwürdigkeit, Semiotik im Alltag, Soziosemiotik, User Experience | Posted on 23-02-2010

Schlagworte:

Lukas Mathis erklärt, warum Zeichen in User Interfaces abstrakt bleiben müssen, die Icons für Applikationen hingegen aber detailreich sein dürfen. In dem Artikel “Realism in UI Design” zeigt er auf, was passiert, wenn Zeichen zu detailreich oder zu abstrakt sind.

Das folgende Bild illustriert den Gedanken des “zu viel” sehr gut:

Quelle: http://ignorethecode.net/blog/2010/01/21/realism_in_ui_design/

Quelle: http://ignorethecode.net/blog/2010/01/21/realism_in_ui_design/

Das erinnert mich an die klassische Zeichentheorie; Peirce sagte dazu auch etwas. Bei ihm heißen sie Sinzeichen oder Legizeichen. Wikipedia hat dazu ein etwas überfülltes Schaubild, das hierzu nochmal eine Übersicht gibt:

Type vs. Token

Im Prinzip haben wir es hier mit dem Konflikt Type vs. Token zu tun: Bildet man ein spezielles Vorkommen ab (Token) oder zeigt man ein Zeichen, das Gesetzmäßigkeiten abbildet (Type) ?

Die Diskurslinguistik (hier Wolfgang Teubert) erklärt das so:

Jedesmal wenn eine lexikalische Einheit in einem Korpus vorkommt, können wir dies als die Vorkommen, als ein ‘token’ eines ‘types’ einer lexikalischen Einheit sehen. Der ‘type’ ist also eine Generalisierung, eine Verallgemeinerung, die aus dem besteht, was allen Vorkommen, allen ‘tokens’ gemeinsam ist.

Analog dazu erfüllt ein Zeichen mit dem “richtigen” Abstraktheitsgrad folgende beide Kriterien:

  • Man kann noch gut erkennen, was es darstellen soll
  • es bleibt aber gleichzeitig noch allgemein genug, dass man verschiedene Repräsentationen in der Wirklichkeit damit auch trifft

Mit diesem Wissen kann man beliebig komplexe Zeichen betrachten, die User Experience Designer machen uns vor, wie es geht.

Semiotische Tagung “Krisenzeichen” in Soest

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Posted by Stefan | Posted in Kultur, Semiotik im Alltag, Soziosemiotik, Tagungen, Veranstaltungen | Posted on 22-02-2010

Heute habe ich eine Einladung zur Tagung “Krisenzeichen” an der FH Soest bekommen. Wer sich für angewandte Semiotik und Auswirkungen von Zeichen auf Ökonomie und Gesellschaft interessiert, ist dort richtig. Hier ist die Kurzfassung der Einladung:

Die Tagung ist eine Kooperation der Sektionen »Wirtschaft« und »Soziale Systeme« der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) mit dem Ziel, Wirtschafts-Insider, Gesellschaftstheoretiker und Zeichentheoretiker auf einen gemeinsamen Gegenstand – die aktuelle Wirtschaftskrise – zu fokussieren und mittels eines gemeinsamen Ansatzpunkts– das/die Zeichen – in einen interdisziplinären Diskurs zu bringen.

Im Zentrum der Tagung steht eine Frage, die von einer wissenschaftstheoretischen Kontroverse zu einem massenmedialen Thema geworden ist: Wird die Wirtschaft von Personen – so genannten Leistungsträgern – betrieben, denen dann entsprechende Verantwortung im Erfolgs- UND im Krisenfall zukommt oder müssen wir von systemischen Prozessen ausgehen, denen die Menschen bloß kommentierend zuschauen? Von dieser Frage hängt es nicht nur ab, ob wir überhaupt sinnvoll von Moral, insbesondere von Wirtschaftsethik sprechen können, sondern auch, ob eine pragmatische Semiotik, die auf menschliches Zeichenhandeln abhebt, überhaupt theoretischer und praktischer Ansatzpunkt sein kann.

Ich werde schauen, ob ich vor Ort sein kann.

Markenmonitoring im Web

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Posted by Stefan | Posted in Angewandte Semiotik, Digitale Semiotik, Glaubwürdigkeit, Ping & Pong, Semiotik und Produkte | Posted on 17-02-2010

Die Informationswirte an der FH Köln haben mit ihrem Projekt Markenmonitoring eine gute Grundlage für die semiotische Auswertung von Automarken geschaffen. Sie erklären dazu:

Markenmonitoring ist vor allem für eine Image-Analyse ein wichtiger Bestandteil. Wie auf der Seite Webmonitoring bereits näher erläutert, bedeutet Monitoring erst einmal nicht viel mehr als Beobachten oder Überwachen. Das gilt auch für das Marken Monitoring.

Hier kann beobachtet werden, wie sich das individuelle Image der Marke beim Konsumenten im Internet niederschlägt. Anscheinend beschränken sich die Kölner dabei noch auf die reine Nennung der Marke:

Werden die Nennungen nur „gezählt“ liegt ein rein quantitatives Webmonitoring vor. So wird zum Beispiel erfasst, wie häufig der Name „Angela Merkel“ im Internet erscheint. „Im Internet“ ist dabei natürlich ein sehr allgemeiner Begriff.

So erfahren wir aus dem Markenmonitoring-Blog folgende Top-Platzierung für Dezember 2009:

Leider erfahren wir somit aber eben nichts über mögliche Images der Marken im Internet, wir erhalten also keine semantischen Informationen. Es wird daher zwischen quantitativem und qualitativem Monitoring unterschieden:

Qualitatives Webmonitoring bedeutet, dass die Daten nicht nur in ihrem Umfang erfasst werden, sondern auch bewertet werden. Dies ist deutlich schwieriger mit einer Monitoring Software zu lösen, auch wenn der Trend tatsächlich dahin geht, dass eine Monitoring Software eine Aussage als positiv oder negativ bewerten kann.

Semiotisch interessant wäre es nun, das Ganze mit semantischen Faktoren zu verknüpfen. Dies könnte zur Grundlage einer diskursiven Betrachtung von Marken sein und helfen, Marken noch besser als linguistische Phänomene zu begreifen.

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