Audio Branding Congress Hamburg

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Posted by Matthäus | Posted in Allgemeines, Klang | Posted on 28-10-2009

Vor kurzem hatten wir hier über die Kraft des Klangs philosophiert. Wer nun einen Ohrwurm hat und mehr wissen will, für den könnte Mitte November in Hamburg der Audio Branding Congress interessant sein.Allerdings würde ich mir bei dem Vortrag von Georg Rabbe, von Klangwerk Brand Acoustics, statt “Wie viel Marke verträgt der Sound?” genau die Umkehrung gewünscht, nämlich “Wie viel Sound verträgt die Marke?”.

Werbung im Internet: Halten uns Pop-Ups eigentlich für doof?

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Posted by Stefan | Posted in Allgemeines, Semiotik im Alltag, Semiotik und Produkte | Posted on 27-10-2009

Wer mal Opfer eines PopUp-Werbefensters geworden ist, kennt die Tücken, mit denen man es wieder los wird: Der X-Button schließt gar nicht, sondern öffnet das Fenster, der "Schließen"-Link ist so versteckt, dass man ihn gar nicht sehen soll – oder es gibt erst gar keinen Schließen-Link. Und wenn man bei dem ganzen Ärger darüber noch klar denken kann und die Seite nicht sofort wieder ganz geschlossen hat, dann kann man sich fragen: Wissen die Betreiber und vor allem die Werber überhaupt, was sie da tun? Dass ich ein verdammtes Frustrationserlebnis mit Ihrer Kampagne oder sogar ihrer ganzen Marke verbinde? Wir schauen uns also einmal an, wie es um die beiden aggressivsten Werbeformen im Internet und um ihre semantischen Implikationen bestellt ist.

 

Das PopUp-Banner

imageSüß. Jemand glaubt also, dass man noch ohne PopUp-Blocker durch die Gegend surft. Also, wer noch einen solch alten Browser benutzt, in dem das nicht automatisch weggewaschen wird, bei dem würde ich als technikbezogener Werber gar nicht landen wollen. Wobei diese Entscheidung nochmal auf die jeweilige Zielgruppe ankommt.
Bei klassischen Pop-Ups hat man allerdings schon von selbst alle "aktuellen" User ausgeschlossen. Dabei muss doch auch dem Werbenden aus eigener Erfahrung klar sein, dass man als User bemüht ist, das blöde Fenster möglichst schnell wegzuklicken. Effektives Werben sieht anders aus, dachte ich.

Overlays

Overlays hingegen empfinde ich als ungeheuer aufdringlich. Ich werde gezwungen, eine Werbung auszuhalten, die mir auch noch meine mühsam ergooglete Information vorenthält. Momentan machen das wohl vor allem Telekommunikationsanbieter. Ich habe mich immer gefragt, wie man darauf kommt, dass das jemand brauchen könnte. Die Anbieter von Online-Werbung argumentieren dabei gerne mit der "aufmerksamkeitsstarken" oder "interaktiven" Verwendungsweise. Ja, das Interaktive daran ist vor allem, dass ich versuche, es möglichst schnell wieder wegzuklicken. Insgesamt halte ich auch die Overlays für einen Griff daneben. Wenn der TK-Anbieter wahrgenommen werden will, kann er meine Aufmerksamkeit damit auf sich ziehen, gleichzeitig jedoch auch mein Zorn. Nachhaltige Markenpflege sieht anders aus.

Werben ohne zu schaden, bitte!

Mir scheint, im Internet sei es immer noch üblich, beim Werben zu nerven. Dabei macht sich noch kaum jemand Gedanken über die Wirkung des Werbemediums selbst, scheint mir. Viele Anbieter sind sich nicht zu schade, ihre Marke zu ramponieren, indem sie Werbung im Internet wählen, die sich einfach schlecht "anfühlt". Daher sollte das Marketing bei Online-Werbeaktionen immer die gesamte Bandbreite der Auswirkungen berücksichtigen. Eine Werbeform, die eine billige Konnotation hat, sollte man als großes börsennotiertes Unternehmen besser meiden. Dabei besteht anscheinend schon ein grundsätzliches Verständnis für die Problematik Werbeform vs. Markenwirkung. Auch AdWords, also ein deutlich unaufdringlicheres Werbeverfahren, hat dabei gewisse Probleme, denn führt der eigene Markenname auf eine ramschige Shopseite, ist das für die Marke auch von Nachteil. Google hat inzwischen ein Markenbeschwerdeverfahren eingeführt, um ungünstige Verbindungen zu unterbinden. Jetzt müssen nur noch die Marketingabteilungen dahinter kommen, dass man schon beim Schalten der Werbung darauf achten kann, welche Konnotation eine Werbung hat. Mein persönliches Werbe-nerv-Ranking:

  1. Pop-Ups – Der ramschige Oldie
  2. Page-Overlays – Der Haudrauf-Vertreter vor deiner Wohnungstür
  3. InText-Overlays – Die Billo-Plastik-Verpackung der Internet-Werbewelt

Alle 3 konnotieren immer auch eine Art von Beschaffenheit. Man könnte quasi sagen: ein PopUp hat auch eine Haptik. In meiner Wahrnehmung eine billige – keine gute jedenfalls.

Als Zwischenstand halten wir also fest: Die beste Werbung ist die, die man nicht bemerkt. Im Internet versucht man das dann mit guten Kontakten zum Chefredakteur – aber das ist auch keine Lösung.

Aber mich interessiert, ob es nur mir so geht, darum: Was sind Eure Top-Internet-Werbeformen und wie wirken sie auf Euch?

Strom ist gelb, Sprache aber auch

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Posted by Matthäus | Posted in Navigations Semiotik, Ping & Pong, Semiotik im Alltag, Semiotik und Produkte | Posted on 05-10-2009

…zumindest wenn man nach einem Portugiesisch-Wörterbuch in der Mayerschen Buchhandlung sucht. Und es schnell gehen muss. Denn dann sieht die semiotische Orientierungskette wie folgt aus:

1. Nach dem Eingang die Kategorie “Reise/Sprache” auf dem Wegweiser an der Rolltreppe suchen.

2. Rauf ins 4.OG

3. Und dann intuitiv Ausschau halten nach Gelb. Denn wie kaum eine andere Farbe ist diese für mich an Langenscheidts Wörterbücher gekoppelt. Und davon gibt es in der Mayersche einige, die vereinigt aus der linken Ecke wie die Portugiesische Sonne um die Wette strahlen.

Ein schönes Beispiel für gelungene Marken- und(!) Navigationssemiotik. Und nun für zwei Wochen ab in den Urlaub in die gelbe Sonne Portugals…

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